DDE-Sicherheitslücke in Microsoft Office bereits Teil von E-Mail-Attacken

Sicherheitslücke durch Microsoft-Office-Dokumente in Mails ermöglicht Angreifern Zugriff auf Systeme. Bislang kein Patch von Microsoft angekündigt. Nur flexibles Content Disarming bietet Schutz.

Paderborn, 19. Oktober 2017 – Net at Work GmbH, der Hersteller der modularen Secure-Mail-Gateway-Lösung NoSpamProxy aus Paderborn, weist auf eine aktuell neue Bedrohungslage durch Mail-Anhänge hin.

Nachdem Sicherheitsforscher in der vergangenen Woche eine schwerwiegende Sicherheitslücke in Microsoft Office entdeckt haben, wird diese bereits in konkreten E-Mail-Angriffen ausgenutzt. Durch speziell präparierte Dateien im Microsoft-Excel- oder Microsoft-Word-Format können Angreifer nach der Öffnung der Dateien seitens des Benutzers beliebigen Code auf dem System des Benutzers ausführen. Dadurch erhalten die Hacker Zugriff auf den Windows-Rechner.

Aktuell wird Zunahme derartiger Attacken registriert

Diese Lücke wird zunehmend in Mail-Attacken mit entsprechenden Anhängen ausgenutzt. Das renommierte SANS Institute hat bereits eine deutliche Zunahme an Attacken mit alten Malware-Bekannten wie Hancitor registriert. So wurde am Montag ein massiver Anstieg derartiger Angriffe beobachtet.

Die Sicherheitslücke tritt unter Verwendung von Dynamic Data Exchange (DDE) auf. Dieses Protokoll dient dem Austausch von Applikationen und wird unter anderem von Excel verwendet, um externe Informationen einzubinden. Nach einem erfolgreichen Angriff sind alle Daten auf den betroffenen Systemen gefährdet. Diese Sicherheitslücke wird durch die von Microsoft am 10.10.2017 veröffentlichten Patches noch nicht geschlossen. Daher müssen die eingesetzten E-Mail-Security-Lösungen verlässliche Sicherheit bieten.

Nur flexibles Content Disarming schafft Sicherheit

Mithilfe eines intelligenten Anhangsmanagements lassen sich derartige Angriffe durch sogenanntes Content Disarming sicher abwehren. Dabei wandelt das Secure-Mail-Gateway Anhänge im Word- und Excel-Format regelbasiert und automatisiert in unkritische PDF-Dateien um. So gelangt potenziell vorhandener Schadcode nicht in das Firmennetzwerk. Der Empfänger erhält dadurch einen garantiert ungefährlichen Anhang. Im PDF-Dokument findet sich eine Vorschaltseite, auf der individuelle Hinweise zum Grund der Konvertierung aufgeführt sind und – sofern gewünscht – auch ein Link zum Originaldokument, das sich in einer speziellen Quarantäne befindet.

Aktuelle Version 12 von NoSpamProxy steuert Content Disarming über die Reputation des Senders

In der aktuellen Version 12 von NoSpamProxy ist genau das möglich. NoSpamProxy kombiniert Content Disarming mit dem einzigartigen Level-of-Trust-Konzept und der Senderreputation. Im Falle einer akuten Bedrohungslage wie der aktuellen DDE-Lücke, können NoSpamProxy-Kunden einfach per Regel einstellen, dass Attachments von neuen oder unbekannten Sendern grundsätzlich über das Content Disarming laufen, während die Mails von Sendern mit höherer Reputation ungehindert passieren können. Erst diese feingliedrige Steuerbarkeit macht den Schutzmechanismus praxistauglich, da die normale Zusammenarbeit der Nutzer nicht gestört wird. Zudem senkt sie die Hemmschwelle für die IT, Content Disarming als wirksames Instrument einzusetzen, da die Beeinträchtigung der Nutzer auf ein Minimum reduziert wird.

„Content Disarming ist eine wirksame Maßnahme zum Schutz vor Malware-Anhängen in Mails. Erst wenn man dieses Instrument sehr zielgenau einsetzen kann, wird es praxistauglich. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass ohne eine leistungsstarke und feingliedrige Bewertung der Senderreputation kaum noch ein praktikabler Schutz vor Malware und Spam gelingen kann“, sagt Stefan Cink, E-Mail-Sicherheitsexperte bei Net at Work.

Hintergrundinformationen zu dieser Sicherheitslücke erhalten Sie hier: https://isc.sans.edu/forums/diary/Hancitor+malspam+uses+DDE+attack/22936/

Weitere Informationen über die integrierte Mail-Security-Suite NoSpamProxy erhalten Sie hier:
https://www.nospamproxy.de

(bhk)

Alliance für Cybersecurity

Aktuelle Informationen der Allianz für Cyber-Sicherheit
  • IT-Grundschutz-Profile: Branchenspezifische IT-Sicherheitskonzepte
    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einen Aufruf zur Erstellung von branchenspezifischen IT-Grundschutz-Profilen gestartet. Als nationale Sicherheitsbehörde stellt es Unternehmen und Behörden bzw. deren Interessenvertretungen wie Kammern, Verbänden und Netzwerken eine „Anleitung zur Erstellung eines IT-Grundschutz-Profils“ (Strukturbeschreibung) zur Verfügung. Diese Anleitung hat das BSI als Community Draft veröffentlicht. Das BSI möchte mit diesem Entwurf kleinen und mittleren Unternehmen sowie Behörden, Verbänden, Industrie- und Handwerkskammern und andere Interessierten eine Grundlage an die Hand geben, um erste IT-Grundschutz-Profile zu erstellen. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail unter an das zuständige Fachreferat wenden, um eine Rückmeldung zu den Erfahrungen in der Arbeit mit der Anleitung zu geben. So fließen die praktischen Erfahrungen der Anwender in die Weiterentwicklung der Verständlichkeit und Anwendbarkeit der Anleitung ein.
  • Land Nordrhein-Westfalen tritt der Allianz für Cyber-Sicherheit bei
    „Cyber-Sicherheit gehört in die Chefetage“ lautet der Appell, für den sich das Land Nordrhein-Westfalen und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zukünftig verstärkt gemeinsam einsetzen wollen. Zu diesem Zweck tritt das Land NRW, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Entwicklung, der Allianz für Cyber-Sicherheit bei, um so auch die nordrhein-westfälischen Unternehmen verstärkt für die Bedeutung der Informationssicherheit zu sensibilisieren.
  • Partnerbeitrag: Web Application Security Scan
    Die Bonner SRC GmbH bietet bis zu 5 Teilnehmern der Allianz für Cyber-Sicherheit die Durchführung eines kostenfreien Security Scans einer Webanwendung an. Das Angebot endet am 31.12.2018.

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